1.) ALPINER Schutzwaldpreis
2007 an Agrargemeinschaft Nenzing
und Beschling
Nach
dem Vorarlberger Schutzwaldpreis haben am Dienstag, den 23.1.2008 die
Agrargemeinschaft Nenzing und Beschling den "ALPINEN
SCHUTZWALDPREIS" in der Kategorie Öffentlichkeitsarbeit den 1. Preis in Bozen in
Anwesendheit von Landesrat Erich Schwärzler und Landeshauptmann
Thurnwalder erhalten.
Jury:
"Der "Schutzwaldfilm"
ist ein sehr gelungenes praktisches Beispiel zur Thematisierung von
Schutzwald und leistet einen wichtigen Beitrag, dass auch zukünftig die
Waldeigentümer, die Bevölkerung und die politischen
Verantwortungsträger, bereit sind, in den Schutzwald und dessen Pflege
zu investieren."
Die Agrargemeinschaft Nenzing
mit 2600 ha und die Agrargemeinschaft Beschling mit 370 ha
bewirtschaften 94 % des Schutzwaldes im Gemeindegebiet Nenzing. Die
Aufgabe der Schutzwalderhaltung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das
Ziel ist die langfristige
Erhaltung und Verbesserung des Waldes und die Sicherung des
Siedlungsraumes
.
Maßnahmenschwerpunkte
In
den letzten 16 Jahren wurden ca. 272.000 Pflanzen im Schutzwald
aufgeforstet oder Schutzwald in Lawinenanbruchgebieten neu begründet.
Zur Sicherung gegen Schneeschub und Schneerutschungen wurden ca. 3700
lfm Lawinenwerke und 1134 Gleitschneeschutzböcke errichtet. Als temporäre
Verbauungen wurden zudem ca. 7500 fm Holz quer gefällt.
 
Schutz
vor Schneeschub
Aufforstung mit Vereinen
Verjüngung des
Schutzwaldes und Schwerpunktbejagung
Zur Pflege, Nutzung von Schadholz oder zur Einleitung von kleinflächigen
Verjüngungen wurden in den letzten Jahren im Schutzwald ca. 50.000 fm
mit über 100 Seilbahnen genutzt. Besonders großer Wert wird auf eine
intensive Umsetzung der Bejagung in den Freihaltungen gelegt. Vor allem
die Waldgamssituation konnte in den letzten 10 Jahren deutlich
verbessert werden. Intensive Bemühungen aller Beteiligten sind aber
auch weiterhin unbedingt notwendig.
Investitionen und Förderungen
In den letzten 16 Jahren wurden für diese Projekte Gesamtkosten von ca.
€ 2,46 Millionen investiert. Zusätzlich wurden für kleinflächige
Schutzwaldmaßnahmen Mittel aus dem Fonds zur Rettung des Waldes der
Vorarlberger Landesregierung in der Höhe von ca. € 1,38 Millionen
aufgewendet. Trotz der vorbildlichen Förderung durch Bund, Land und EU für
diese Projekte haben die beiden Waldeigentümer ebenfalls enorme
Eigenleistungen in den Schutzwald von über 550.000 Euro investiert. Mit
diesen Investitionen auch viele regionale Arbeitsplätze verbunden.
 
Handarbeit
in schwierigem Gelände
Querfällung und Verjüngungseinleitung
Öffentlichkeitsarbeit
Begleitend
zu den Projektmaßnahmen erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit durch viele
Begehungen und Informationsveranstaltungen. Neben über 800 Mitgliedern
der beiden Agrargemeinschaften wurde speziell durch die Einbindung von
Vereinen bei Aufforstungsaktionen ein breites Verständnis für die Pflege
und die Erhaltung des Schutzwaldes erreicht.
Schutzwaldfilm
„DER SCHUTZWALD“
In
einem eigenen Filmbeitrag wurde die aufwendige und schwierige Arbeit der
Schutzwaldbewirtschaftung allen Mitgliedern bei Veranstaltungen wie z.B.
die Jahreshauptversammlungen präsentiert. Aber auch Schulen und Vereinen
und der ortsansässigen Bevölkerung kann auf diese Weise sehr einfach die
Bedeutung des Schutzwaldes und die schwierige und kostenintensive Arbeit
bei der Schutzwaldbewirtschaftung näher gebracht werden. Darüber hinaus
kann der Filmbeitrag auch überregional an Schulen und bei forstlichen
Veranstaltungen eingesetzt werden.
Unsere Dank gilt
im besonderen Richard Scherer, Waldaufseher Franz Ruch und Thomas Gamon für
die Herstellung des Informationsfilmes.

R.Scherer bei Filmaufnahmen
2.) VORARLBERGER Schutzwaldpreis
2007
Für die Leistungen im Schutzwald als gesamtes haben die beiden Agrargemeinschaften
den Vorarlberger Schutzwaldpreis 2007 von Herrn Landeshauptmann Dr. Sausgruber in Götzis
überreicht bekommen. Es braucht viele engagierte Personen für die
Umsetzung dieser Leistungen. Allen mitwirkenden Mitarbeitern,
Forstakkordanten, Jägern, Vereinen und Beteiligten möchten wir ebenfalls
danken.

V.l.:
GF Terzer, BM Kasseroler, Obmann Hummer, Obmann Borg, WA Ruch,H. Müller,
M. Jussel
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