Agrargemeinschaft
Nenzing

Schutzwaldpreise 
an Agrargemeinschaft Nenzing und Beschling

 

 

 

 

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4.1.1 Geschichte Forst
4.1.2 Schutzwaldpreis

 

 

Filmvorführung:

"Der Schutzwald"

17. u. 24.2.2008

Wolfhaus Nenzing

 

1.) ALPINER Schutzwaldpreis 2007 an Agrargemeinschaft Nenzing und Beschling

Nach dem Vorarlberger Schutzwaldpreis haben am Dienstag, den 23.1.2008 die Agrargemeinschaft Nenzing und Beschling den "ALPINEN SCHUTZWALDPREIS" in der Kategorie Öffentlichkeitsarbeit den 1. Preis in Bozen in Anwesendheit von Landesrat Erich Schwärzler und Landeshauptmann Thurnwalder erhalten.

Jury: "Der "Schutzwaldfilm" ist ein sehr gelungenes praktisches Beispiel zur Thematisierung von Schutzwald und leistet einen wichtigen Beitrag, dass auch zukünftig die Waldeigentümer, die Bevölkerung und die politischen Verantwortungsträger, bereit sind, in den Schutzwald und dessen Pflege zu investieren."

Die Agrargemeinschaft Nenzing mit 2600 ha und die Agrargemeinschaft Beschling mit 370 ha bewirtschaften 94 % des Schutzwaldes im Gemeindegebiet Nenzing. Die Aufgabe der Schutzwalderhaltung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das Ziel ist die langfristige Erhaltung und Verbesserung des Waldes und die Sicherung des Siedlungsraumes

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Maßnahmenschwerpunkte

In den letzten 16 Jahren wurden ca. 272.000 Pflanzen im Schutzwald aufgeforstet oder Schutzwald in Lawinenanbruchgebieten neu begründet. Zur Sicherung gegen Schneeschub und Schneerutschungen wurden ca. 3700 lfm Lawinenwerke und 1134 Gleitschneeschutzböcke errichtet. Als temporäre Verbauungen wurden zudem ca. 7500 fm Holz quer gefällt. 


Schutz vor Schneeschub
Aufforstung mit Vereinen

Verjüngung des Schutzwaldes und Schwerpunktbejagung

Zur Pflege, Nutzung von Schadholz oder zur Einleitung von kleinflächigen Verjüngungen wurden in den letzten Jahren im Schutzwald ca. 50.000 fm mit über 100 Seilbahnen genutzt. Besonders großer Wert wird auf eine intensive Umsetzung der Bejagung in den Freihaltungen gelegt. Vor allem die Waldgamssituation konnte in den letzten 10 Jahren deutlich verbessert werden. Intensive Bemühungen aller Beteiligten sind aber auch weiterhin unbedingt notwendig.

Investitionen und Förderungen

In den letzten 16 Jahren wurden für diese Projekte Gesamtkosten von ca. € 2,46 Millionen investiert. Zusätzlich wurden für kleinflächige Schutzwaldmaßnahmen Mittel aus dem Fonds zur Rettung des Waldes der Vorarlberger Landesregierung in der Höhe von ca. € 1,38 Millionen aufgewendet. Trotz der vorbildlichen Förderung durch Bund, Land und EU für diese Projekte haben die beiden Waldeigentümer ebenfalls enorme Eigenleistungen in den Schutzwald von über 550.000 Euro investiert. Mit diesen Investitionen auch viele regionale Arbeitsplätze verbunden.


Handarbeit in schwierigem Gelände
Querfällung und Verjüngungseinleitung

Öffentlichkeitsarbeit

Begleitend zu den Projektmaßnahmen erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit durch viele Begehungen und Informationsveranstaltungen. Neben über 800 Mitgliedern der beiden Agrargemeinschaften wurde speziell durch die Einbindung von Vereinen bei Aufforstungsaktionen ein breites Verständnis für die Pflege und die Erhaltung des Schutzwaldes erreicht.

Schutzwaldfilm „DER SCHUTZWALD“  

In einem eigenen Filmbeitrag wurde die aufwendige und schwierige Arbeit der Schutzwaldbewirtschaftung allen Mitgliedern bei Veranstaltungen wie z.B. die Jahreshauptversammlungen präsentiert. Aber auch Schulen und Vereinen und der ortsansässigen Bevölkerung kann auf diese Weise sehr einfach die Bedeutung des Schutzwaldes und die schwierige und kostenintensive Arbeit bei der Schutzwaldbewirtschaftung näher gebracht werden. Darüber hinaus kann der Filmbeitrag auch überregional an Schulen und bei forstlichen Veranstaltungen eingesetzt werden. 

Unsere Dank gilt im besonderen Richard Scherer, Waldaufseher Franz Ruch und Thomas Gamon für die Herstellung des Informationsfilmes.


R.Scherer bei Filmaufnahmen

2.) VORARLBERGER Schutzwaldpreis 2007

Für die Leistungen im Schutzwald als gesamtes haben die beiden Agrargemeinschaften den Vorarlberger Schutzwaldpreis 2007 von Herrn Landeshauptmann Dr. Sausgruber in Götzis überreicht bekommen. Es braucht viele engagierte Personen für die Umsetzung dieser Leistungen. Allen mitwirkenden Mitarbeitern, Forstakkordanten, Jägern, Vereinen und Beteiligten möchten wir ebenfalls danken.

V.l.: GF Terzer, BM Kasseroler, Obmann Hummer, Obmann Borg, WA Ruch,H. Müller, M. Jussel 

 

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